Die Anpassung von Kontaktlinsen

Grundsätzlich nimmt Anpassung entweder ein Optiker-Meister, oder ein Augenarzt mit Zusatzausbildung vor. Kontaktlinsen können das Auge schädigen, wenn sie nicht richtig angepasst sind. Das betrifft zum Beispiel die richtige Auswahl der Kontaktlinsengeometrie
und des geeigneten Materials. Dafür muss die Hornhaut korrekt vermessen und eine ausgiebige Anamnese vorgenommen werden. Eine falsch gewählte Kontaktlinse reduziert
die Versorgung der Hornhaut mit Nährstoffen und Sauerstoff.
Dadurch besteht ein größeres Risiko einen Infekt zu bekommen. Ebenso kann die Hornhaut über sie Maßen quellen, was die Sehqualität mindert. Normalerweise bildet sich diese Quellung innerhalb kurzer Zeit wieder zurück, wenn die Kontaktlinse entfernt wird. Wenn Sie abends eine nicht für das Nachttragen geeignete Kontaktlinse auf dem Auge vergessen, quillt die Hornhaut ebenfalls und es kann sein, dass Sie am Morgen das Gefühl von Nebelsehen haben. Schlimmstenfalls kann eine Unterversorgung der Hornhaut zu dauerhaften Trübungen führen, was demzufolge Ihren Visus (Ihre Sehschärfe) herabsetzt. Am häufigsten tritt eine Überempfindlichkeit auf, so dass die Linsen nicht mehr getragen werden.
Diese Überempfindlichkeit äußert sich oft als Trockenheitsgefühl. Meist wird die Ursache dafür auf die Klimaanlage oder Zigarettenrauch geschoben. Dafür kann aber auch eine ungeeignete Kontaktlinse verantwortlich sein.

Die Anpassung ist nur einem erfahrenen Fachmann möglich.
Er garantiert die bestmögliche Verträglichkeit und haftet auch persönlich für eventuelle Schäden durch falsche Linsen. Der Anpasser berücksichtigt die individuelle Form des Auges genauso wie die Kraft der Augenlider beim Zwinkern.
Besondere Aufmerksamkeit kommt der Beschaffenheit des Tränenfilms zu, dessen Eigenschaften das jeweilige Linsenmaterial Einfluss nimmt.

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Sie als Kontaktlinsenträger/in müssen die regelmäßigen Nachkontroll-Termine wahrnehmen, damit Risiken gemindert werden. Achten Sie auf korrekte Hygiene, indem das Pflegemittel passend zum Linsenmaterial ausgewählt wird. Alle Flüssigkeiten müssen bei jedem Pflegevorgang gewechselt werden, also bitte nicht am falschen Ende sparen.

Kontaktlinsen altern und zeigen Gebrauchsspuren, Ablagerungen und Beschädigungen.
Das kann den Tragekomfort mindern und zu oben genannten Risiken führen. Mit zu langem Tragen von Austauschlinsen (Tages-/Wochen-/Monatslinsen) gefährden Sie Ihre Gesundheit. Die Herstellerfirmen geben diese Maximaltragezeiten aufgrund von Studien und Materialempfehlungen heraus, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten. Nach Ablauf der Nutzungszeit kommt es wiederum zur erheblich schlechteren Versorgung des Auges mit Nährstoffen und erhöhter Infektionsgefahr.

Tragedauer der Kontaktlinsen

Auch in diesem Punkt sind individuelle Voraussetzungen ausschlaggebend.
In erster Linie zählt Ihr persönliches Wohlgefühl. Es kommt auf die Linsentypen an, die generell unterschiedlich lange auf dem Auge belassen werden können. Formstabile sauerstoffdurchlässige und weiche Kontaktlinsen können sehr schnell mehrere Stunden am Tag getragen werden. Den individuellen Eintrageplan über die ersten Tage und Wochen und die augenärztlichen Kontrolltermine wird Ihr Anpasser festlegen.

Treten während des Kontaktlinsentragens Rötungen oder Schmerzen auf, werten Sie es als Warnzeichen! Das gleiche gilt für jede Änderung der Sehschärfe. Die Kontaktlinsen dürfen dann zunächst nicht weiter getragen werden.
(Wir empfehlen Ihnen auch immer die entsprechende Korrektionsbrille für solche Fälle bei sich zu tragen) Suchen Sie dann umgehend Ihren Augenarzt auf.
Er wird Ihnen sagen, um was es sich handelt und was zu tun ist.